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Wismut-Ausstellung
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| STOPPT |
| die Flutung des Atommülls |
(die Vollverfüllung ist eine Flutung) |
Der Asse II - Koordinationskreis warnt:
Vollverfüllung ist Flutung!
Aus diesem Grund laden wir zu einer Pressekonferenz zu einem sehr frühen Termin ein:
Mo. 4.1.2010
10:30 Uhr
Concorde Hotel am Leineschloss (gegenüber des nds. Landtages)
Am Markte 12
Hannover
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) beabsichtigt im Januar seine bevorzugte Option für die Schließung der Asse bekannt zu geben.
Wir werden aufzeigen, dass mit gezielter Wortwahl eine Sicherheit suggeriert wird, die durch die Option „Vollverfüllung“ nicht geleistet werden kann!
Hintergrund-Info zur Presseerklärung
weiters Hintergrundmaterial:
Volltext der Machbarkeitsstudie nasse "Vollverfüllung" von der BfS-Seite
weihnachtliche Karikatur: E. Schröder |
Mo. 14.12.2009
Die CDU hat eine "Aktuelle Stunde" zu beginn des Dezember-Plenums im Nds. Landtag beantragt.
Dabei ging es um die Rücktrittsforderung der SPD an Herrn Minister Sander (Umweltministerium).
Rede-Protokoll der Landtagsdebatte (ab Seite 6834)
Dazu die Rede des Fraktionsvorsitzende von Bündnis90/Die Grünen, Stefan Wenzel:
Rede von Stefan Wenzel (Grüne)
und die Rede des umweltpolitischen Sprechers der Fraktion die Linke., Kurt Herzog:
Rede von Kurt Herzog (die Linke.)
sowie die Meldung der Bild-"Zeitung" dazu
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Karikatur: E. Schröder |
Karikatur: E. Schröder |
Do. 16.11.09 um 19 Uhr
Kundgebung an Schacht KONRAD
am Do. 26. November 2009 hat das Bundesverfassungsgericht entschieden, sich nicht mit der Klage des Salzgitteraner Bauern Walter Traube gegen die Atommüllkippe KONRAD zu befassen. Somit sind faktisch keine Planfeststellungsverfahren bei Atomanlagen mehr notwendig, die Anträge sind nur noch "gebundene Entscheidungen" die von der Genehmigungsbehörde zugelassen werden müssen.
Bei dem "Planfeststellungsverfahren" bei Schacht KONRAD wurden die ca. 290.000 Einwendungen im Erörterungsverfahren vom Tisch gewischt. Die Bürgerinnen und Bürger, die gegen dieses Vorgehen geklagt hatten, wurden von dem Gericht als "nicht klagebefugt" und "nicht klageberechtigt" Eingestuft und deren Klagen nicht zugelassen, da sie im Moment noch nicht durch KONRAD in ihrer Gesundheit geschädigt sind. Und dieses Vorgehen hat das Bundesverfassungsgericht jetzt für Rechtens erklärt. Bei dem Bau jeder Umgehungsstraße haben die Bürgerinnen und Bürger mehr Mitspracherecht.
Einparken nach Gehöhr
Nur da noch niemand bei KONRAD erkrank ist anhand des dort einzulagernden Atommülls darf niemand klagen. Das ist "Einparken nach Gehöhr" aber kein Vorgehen, wie mensch sich den Umgang mit Risikotechnologien vorstellen kann. Das Verfahren "Try and Error" wurde schon in der Asse und In Morsleben "ausprobiert". Soll jetzt ein drittes Mal eine Atommüllkippe vor die Wand gefahren werden? In der Asse hat sich gezeigt, dass die Kritikpunkte der Bevölkerung nicht ganz unbegründet waren. Nur der Staat hatte erst gar nicht zugehört. Und jetzt stellt er sich wieder taub.
An keinem einzigen Termin haben sich die Gerichte bis heute inhaltlich mit KONRAD befasst. Alle Entscheidungen waren ausschließlich aus dem Themengebiet der Zuständigkeit und der Befugnis. Und dieses war der Ausschlag, das Verfassungsgericht anzurufen. Denn die geballte Unzuständigkeit zeigt sind in der Asse ganz konkret.
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Pressemitteilung des Bundesverfassungsgerichtes:
http://www.bundesverfassungsgericht.de/pressemitteilungen/bvg09-133.html
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Pressemeldung der Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD:
Heute hat das Bundesverfassungsgericht mitgeteilt, dass es die Klage des Landwirts Walter Traube gegen das Atommülllager Schacht KONRAD nicht zur Entscheidung annimmt. Wir rufen auf zu einem spontanen Protest, am heutigen Donnerstag um 19.00 Uhr mit Fackeln am Schacht KONRAD. Wir laden alle Gruppen und Organisationen ein, dort vor Ort Stellung zu nehmen !
Es sprechen:
Wir werden uns weiter wehren! Wenn wir vor den Gerichten kein Gehör bekommen müssen wir eben auf die Straße gehen!
Es ist ein Skandal, dass das Verfassungsgericht die Klage noch nicht einmal angenommen hat. Zweieinhalb Jahre lag der Schriftsatz beim Gericht. Zweieinhalb Jahre keine Nachricht vom Gericht. Jetzt, einen Monat seitdem die neue atomfreundliche Regierung im Amt ist, erklärt das Gericht in 3 Seiten Pressemitteilung, warum es die Klage gar nicht erst annimmt.
Die Begründung ist ein Skandal! Das Restrisiko sei in (ferner) Zukunft und damit hätte Traube kein Klagerecht. Klagen könnte man also nur als Toter?! Damit ignoriert das Gericht zudem alle Erfahrungen aus ASSE II und Morsleben. Auch dort seien Gefährdungen erst in ferner Zukunft zu erwarten, hieß es. Nun erleben wir in der Gegenwart akute Gefahren.
Das Endlagerkonzept ist gescheitert! Daraus müssen die Lehren gezogen werden!
Protest vor dem Rathaus in Göttingen |
Das Anti-Atom-Plenum Göttingen - Mitglied im Asse-II-Koordinationskreis - hat heute am Mittwoch, 11. November 2009 vor dem Rathaus in Göttingen protestiert. Auslöser der Protest ist die Teilnahme des Prokuristen der DBE Tech, Herrn Jürgen Krone, an der Sitzung der "Arbeitsgruppe Optionenvergleich" (AGO). Die AGO berät die Asse-II-Begleitgruppe (A2B).
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PRESSEERKLÄRUNG des Anti-Atom-Plenum Göttingen
DBE ins Beratungsgremium zu Asse II?
Das setzt der Atommafia die Krone auf!
Göttingen. Begleitet von Protesten hat heute Vormittag in Göttingen die Sitzung der Arbeitsgruppe Optionenvergleich (AGO) zum Endlager Asse II begonnen. Atomkraftgegner protestierten gegen die Teilnahme des Prokuristen der DBE Technology Jürgen Krone. Krone war vom Forschungszentrum Karlsruhe zunächst ohne Rücksprache und nun ohne Billigung des Asse-II-Begleitgremium eingeladen worden.
Die DBE Technology ist eine 100%-tige Tochter der DBE, der Deutschen Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe mbH. Die DBE wiederum gehört zu 75% der Gesellschaft für Nuklearservice, die den Atomkonzernen E-On-Kernkraft (48%), RWE Power (28%) und Vattenfall Europe (5,5%) gehört. [Anm. sowie SNE mit den fehlenden 18,5%]
„Nun sollen diejenigen, die den Atommüll in die Asse geliefert haben, die Möglichkeit bekommen, mittels der Flutung der Asse die Spuren ihrer Missetaten verwischen zu können!“ schlussfolgert ein Sprecher des Göttinger Anti-Atom-Plenums.
Tatsächliche bezeichnet Jürgen Krone von der DBE Technology in seiner Stellungnahme an die Arbeitsgruppe Optionenvergleich die zusätzliche Strahlenexposition bei der Option der Beton-Flutung der Asse als „vernachlässigbar“.
Dem entgegen musste der Gutachter bei der Vorstellung der Machbarkeitsstudie zur Beton-Flutung am 2.10. in Schöppenstedt einräumen, dass man bei bestimmten Szenarien mit einer Grenzwertüberschreitung zu rechnen hat. „Wenn bei der Beton-Flutung die Grenzwerte überschritten werden, dann ist das nicht vernachlässigbar, sondern dann ist die Beton-Flutung nicht genehmigungsfähig und darf nicht umgesetzt werden!“ urteilt der Sprecher des Göttinger Anti-Atom-Plenums.
Darüber hinaus ist die DBE Technology Auftragnehmer der Asse GmbH.
Sie kann sich dann also demnächst selbst ihre Aufträge zuschanzen. Auch aus diesem Grund ist der Prokurist der DBE Technology befangen.
In das Atommüll-Endlager Asse II sind von 1967 bis 1978 rund 126.000 Atommüllfässer eingelagert worden. 75% der Strahlung stammt direkt oder indirekt aus Atomkraftwerken.
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AntiAtomPlenum Göttingen
c/o Roter Buchladen
Nikolaikirchhof 7
37073 Göttingen
http://aapgoe.so36.net
In diesem Bereich sind keine radioaktiven Abfälle eingelagert worden. Beide Kammern, die jetzt anhand des Durchbruchs im Fußboden bzw. in der Decke miteinander verbunden sind, wurden zwischen 2001 und 2005 mit Salzgrus im Blasversatzverfahren verfüllt. Dadurch konnte die herabbrechende Schwebe nur ca. 30 bis 60 cm tief fallen, Erschütterungen an der Asse waren nicht aufgefallen.
Die Einlagerungskammer für den mittelaktiven Müll (MAW) in der Kammer 8a auf der 511-m-Sohle liegt ca. 300 m weiter östlich von der Kammerreihe 3.
Grafik über die Schwebendurchbrüche in Asse II
Pressemeldung des BfS zum Schwebendurchbruch
Schwebendurchbrüche sind in älteren Salzbergwerken ein ganz normaler Vorgang, wie auch die Grafik der Schwebendurchbrüche darstellt. Das "Pfeiler- und Schwebensystem" in der Asse ist stark geschwächt, es befindet sich in der "Nachbruchphase". Durch den Gebirgsdruck, dessen größte Kraft in der Asse nicht vertikal sondern horizontal aufläuft, wird die Grube von der Seite her "zusammengedrückt". Dabei wölben sich die "Fußböden" bzw. "Decken" (Schweben genannt) nach oben und unten durch - sie machen sozusagen "dicke Backen". Dabei wird die Struktur dieser Schwebe aufgelockert, es entstehen Risse. Diese werden als "Abschalungen" von der Decke (Firste) erkennbar - bis die Schwebe so stark geschädigt ist, dass diese Bricht. Das Längen/Breiten-Verhältnis dieses Schwebenbruches entspricht meistens dem Längen/Breitenverhältnis der Kammer. Übrig bleibt ein "Schwebenring", der aufgrund dieser entsprechend beschriebenen geometrischen Form noch einiges an Kräften aufnehmen kann.
Die entscheidende Frage bei dem Schwebendurchbruch auf der Asse ist vielmehr, wie dieser Bemerkt wurde. Ein Gesteinsbrocken wurde auf der 553-m-Sohle gefunden. Daraufhin wurde am folgenden Tag, dem Do. 8.10-2009, die Firstspalte der Kammer 3 auf der 532-m-Sohle kontrolliert und der Löserfall festgestellt.
Wieso hat die im Grubengebäude installierte Mikroseismik dieses nicht erfasst und gemeldet? Vom Betreiber heißt es, die Mikroseismik ist so "feinfühlig", dass wenn einer der Jeeps unter Tage "gegen die Wand fährt" - dass so ein Unfall registriert wird. Dieses steht im klaren Widerspruch zum Verpassen des Löserfalls. Kann somit die Mikroseismik überhaupt dazu verendet werden, den Zustand der Asse zu beschreiben und zu bewerten?
Auch im anderen bundesdeutschen Endlager mit radioaktiven Abfällen, in Morsleben, besteht diese Gefahr eines Schwebenbruchs.
In einem der größten Abbaue – 4s (ca. 140.000m³ Hohlraum mit etwa 100m Länge, 50-60m Breite, 40m Höhe) im Zentralteil des ERAM droht ein solcher Löserfall von bis zu 20.000t!!! Das würde leichte Erschütterungen (Grad 5) an der Erdoberfläche bedeuten. Wackelnde Gläser sowie klappernde Türen und Fenster seien zu erwarten, Schäden an Gebäuden jedoch nicht.
Erkannt wurde diese Gefahr anhand von im Juni gemessener Gebirgsbewegung und Rissen.
weiteres zu Morsleben unter: www.morsleben-kampagne.de/
vom Do. 8.10.2009
letzte Aktualisierung am Fr. 9.10.2009
Die neue Bundesregierung aus CDU/CSU und FDP plant, die Energiepolitik vom Umweltministerium zum Wirtschaftsministerium zu übertragen. Schon zu Zeiten von Herrn Töpfer (CDU) als Bundesumweltministers von 1987 bis 1994 war die Atomenergie in der Zuständigkeit des Umweltministeriums. Der Hintergrund dieser Zuordnung liegt in der Gefahr, die von der Atomenergie für Mensch und Umwelt ausgeht. Die Zuständigkeit jetzt auf das Wirtschaftsministeriums zu übertragen bedeutet, dass der Schwerpunkt nicht mehr im Schutz der Menschen und der Umwelt liegt sondern auf die wirtschaftliche Interessen der Konzerne verlagert werden soll.
Auch die regenerativen Energien würden damit zum Wirtschaftsministerium wechseln. Damit soll die Förderung dieser zukunftsträchtigen Energien reduziert werden, die Arbeitsplätze in diesem Bereich (180.000) würden nicht weiter so wachsen können wie zur Zeit erwartet werden (auf 300.000 bis 2020). Demgegenüber stehen 30.000 Arbeitsplätze in der Atomenergie.
Denn nur die regenerativen Energien können die CO2-Emissionen reduzieren. Atomkraft kann dieses nachweislich nicht, denn das Märchen von den geringen CO2-Emissionen bei der Atomenergie bezieht sich nur auf den Betrieb der AKWs. Wenn der Uranbergbau, die Aufbereitung und Anreicherung mit einbezogen wird, fallen pro kW/h Strom mehr CO2 an als dieses in modernen Gaskraftwerken der Fall ist.
Artikel dazu in der Welt-online
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Arbeitsgruppen bei den Koalitionsverhandlungen
Union und FDP haben bei ihren Koalitionsverhandlungen das Thema Atomenergie zwischen zwei Arbeitsgruppen aufgeteilt: die Arbeitsgruppe Umwelt soll sich mit der Frage von Endlagerstätten sowie Reaktorsicherheit und die Arbeitsgruppe Wirtschaft mit dem Thema Laufzeiten befassen.
Dazu haben verschiedenen Anti-Atom-Arbeitsgruppen eine Protestmail ausgearbeitet:
www.contratom.de/stilllegen
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auch das Uran für die Brennstäbe wird Importiert
Denn Brennstäbe wachsen nicht auf Bäumen, auch nicht auf denen im Bundeskanzleramt. Und so kann zum einen nur die Forderung unterstrichen werden, keinen Strom nach Deutschland zu importieren aus Ländern, die Atomkraft verwenden. Zum anderen haben dann in unserem "globalen Dorf" auch die Risiken und Nebenwirkungen beim Uranbergbau, der Auslösung des Urans aus dem Erz (Erstellung des "Yellow Cake") sowie die Urananreicherung, der Transport und der Umgang mit dem Müll hier mit einzugehen - auch die entsprechenden CO2-Bilanzen. Denn in Deutschland fällt nur ein Bruchteil des Atommülls an - die wesentlich größeren Mengen entstehen in den Ländern, wo das Uranerz abgebaut wird.
Dazu hat der Deutschlandfunk einen Beitrag produziert:
Beitrag des Deutschlandfunks vom 10. Oktober 2009
Wenn also solche Worte wie "Ganzheitlich", "Globalisierung" und "Nachhaltig" aber auch "Klimaschutz", "Entwicklungshilfe", etc. nicht nur Bestandteil vom Besprechungs-Bingo sein sollen sondern wirklich gelebt werden sollen haben dort die "oberen Zehntausend" schleunigst voranzugehen. Denn wie die Menschen zur Atomenergie stehen zeigen die friedlichen Proteste wie die weit über 50.000 Menschen am 5. September 2009 in Berlin oder die über 15.000 am 8. November 2008 im Vorfeld des CASTOR-Transportes.
vom 8.10.2009
letzte Aktualisierung am So. 11.10.2009
In der Laugen-Sammelstelle vor der Kammer 9 auf der 750-m-Sohle werden statt 30 Liter pro Tag jetzt 110 Liter pro Tag aufgefangen. Die Kammer 9/750 wurde vom Helmholtzzentrum München (HMGU) in 2007/08 mit Sorelbeton verfüllt, um den Laugenzufluss zu stoppen. In ihr lagert kein Atommüll. Statt dessen sucht sich die Lauge neue Wege - und wird seit dem vor der Kammer 9 aufgefangen (statt in ihr). Ob auch Lauge in die Nachbarkammern 8 und 10 läuft, in denen Atommüll lagert, ist unbekannt.
Eine Drainierung der Kammer 9 um ggf. Laugenzuflüsse in die Atommüllkammern 8 & 10 zu erschweren ist noch nicht erfolgt.
Da sich der Chemismus der Lauge geändert hat deutet es auf eine Wechselwirkung mit anderen Teilen der Grube hin. Ggf. kann dies der Sorelbeton in der Kammer 9 selber sein, also ob die Lauge einen Weg durch den Beton gefunden hätte. Dieses würde auch die größere Menge erklären.
zur Meldung des Betreibers BfS
vom Di. 6.10.2009
Das Bundesamt für Strahlenschutz hat am Freitag, 2.10.2009 die drei Machbarkeitsstudien zu dem weiteren Umgang mit dem Atommüll von Asse II vorgestellt.
Pressemitteilung des BfS vom 2.10.2009
1) Rückholung des Atommülls aus der Schachtanlage Asse II
BfS - Seite zur Rückholung
BfS - Zusammenfassung
Volltext der Studie (17MB)
Rückholstudie für den MAW (von November 2008)
Stellungnahme der AGO zur Rückholstudie des MAW
2) Umlagerung des Atommülls in tiefere Schichten von Asse II
BfS - Seite zur Umlagerung (mit weiteren Anlagen zur Studie)
BfS - Zusammenfassung
Volltext der Studie (6,5MB)
3) Flutung der Schachtanlage Asse II mitsamt dem Atommüll
BfS - Seite zur Flutung
BfS - Zusammenfassung
Volltext der Studie (3,5MB)
Die Menge an aufgefangener Lauge auf der 658-m-Sohle ist wieder annähernd auf den "alten" Wert von 10,5 m³ pro Tag zurückgegangen.
Das Bundesamt für Strahlenschutz hat am Freitag, dem 18.9. mitgeteilt, dass der Laugenzufluss sich erhöht hat.
Im Laugen-Sammelbehälter auf der 658-m-Sohle hat sich der Laugenzufluss um 1 m³ auf jetzt 11,4 m³ pro Tag erhöht. Dieses ist ein Wert, der auch schon mal 2003 erreicht war. Solange diese Steigerung des Laugenzuflusses ein singuläres Ereignis ist kann ihm keine Dramaturgie angeheftet werden. Das sich von der Lauge der Chemismus, der pH-Wert und die Temperatur nicht verändert haben, ist dabei sehr positiv zu werten.
Die Laugenzuflüsse auf der 725-m-Sohle und 750-m-Sohle sind von dieser Änderung nicht betroffen. Die Laugenmengen liegen noch konstant, bei ca. 1,5 m³ pro Tag.
Zum jetzigen Zeitpunkt kann dieses Ereignis noch nicht bewertet und kommentiert werden, da erst die weitere Entwicklung abzuwarten ist. Denn sowohl ein Rückfallen auf den alten Wert, eine Stabilisierung der "neuen" Rate sowie ein weiteres Ansteigen wären die möglichen Entwicklungen.
Es besteht sogar die hypothetische Möglichkeit, dass der Laugenzufluss konstant geblieben ist. Dass durch eine "Verstopfung" des Fließweges auf die 725 und 750-m-Sohle sich in den nächsten Tagen der Laugenzufluss in den tieferen Bereichen entsprechende reduziert. Dieses könnte den Anstieg auf der 658-m-Sohle erklären. Und so ein Fall wäre eine positive Entwicklung.
Es bleibt also die Entwicklung der nächsten Tage aufmerksam abzuwarten und auszuwerten. Mit der sofortigen Veröffentlichung durch das BfS kann dieser Vorgang in aller Öffentlichkeit geschehen und wird nicht auf das "Stille Kämmerlein" beschränken.
| Statusbericht des Nds. Umweltministeriums vom 1. Sep. 2008, Seite 114: Die Uran- und Plutonium-Deklarationen des FZK wurden nachträglich auf ca. 1/3 der ursprünglichen Werte reduziert (Uran: x 0,367, Plutonium: x 0,341). Als Grund für diese Änderungen gibt das FZK an, dass gemäß der ursprünglichen Deklaration pauschal 1/3 % der Kernbrennstoffe in den jeweils aufgearbeiteten Brennelementen in den Abfall gelangt sein müssten. Diese Schätzungen stellten sich im Nachhinein als zu hoch heraus, weshalb die Kernbrennstoffmassen in den Abfällen auf ca. 0,1 % der Kernbrennstoffe in den Brennelementen reduziert wurden. Die Begründung des FZK für diese Änderung ist plausibel. |
Nach Berichten der Braunschweiger Zeitung befindet sich statt 9,6 kg Plutonium, wie im Statusbericht des Nds. Umweltministeriums ausgewiesen, nun doch 28 kg Plutonium in der Asse.
Artikel der Braunschweiger Zeitung
Ursprünglich ist der alte Betreiber von 23 bis 26 kg Plutonium in der Asse ausgegangen, diese Werte finden sich auch in der "Gefahrenabschätzung für die Schachtanlage Asse" vom Juni 1993, erstellt von den Aufsichtsbehörden (Nds. Landesamt für Bodenforschung / Oberbergamt Clausthal-Zellerfeld / Bergamt Goslar).
Auf Grund des im August 2002 fertig gestellten Berichtes "Bestimmung des nuklidspezifischen Aktivitätsinventars der Schachtanlage Asse" durch den alten Betreiber GSF/HMGU wurde die Menge an Plutonium auf 9,6 kg reduziert. Auf diese Annahme stützte sich auch der Statusbericht des Nds. Umweltministeriums (siehe Kasten).
Auf die Kenntnisse von 1993 (ca. 25 kg) stützte sich der eine Zeuge im Untersuchungsausschuss des Nds. Landtages. Den geringeren Wert (9,5 kg) aus 2002 konnte er auch nicht aktiv mitbekommen haben, da er sich 2002 schon im Ruhestand war.
Das die Reduzierung von Plutonium fehlerhaft war lässt schon die restlichen Inventarangaben des Berichtes von 2002 in einem fragwürdigen Licht dastehen. Das auch noch das radioaktive Element Tritium in ähnlich fragwürdigen Mengen angegeben ist lässt die Substanz des Berichtes weiter schwinden. Über die Abluft ist schon mehr Tritium aus der Grube entwichen, als eigentlich in ihr enthalten sein dürfte.
Dieses ist anhand einer Arbeit von Greenpeace nachzuvollziehen:
Tritium in der Schachtanlage Asse II
Somit stelle sich die Frage noch immer, was für radioaktive Elemente in der Asse liegen und in welchen Mengen. Von den näheren Ortsangaben, in welchen Kammern also was lagert, mal ganz zu schweigen. Dies Aktivitäts-Bericht von 2002 ist allerdings die Grundlage für die verschiedenen Machbarkeitsstudien zum weiteren Umgang mit dem Müll in der Asse. Nur Aufgrund der Ermangelung genauer Werte kann so ein fragwürdiges Dokument nicht herangezogen werden. Das Inventar ist - wie Tritium und Plutonium exemplarisch gezeigt haben - unklar. Somit ist auch die Grundlage für einen Langzeitsicherheitsnachweis ohne Tragkraft. Und der Überlegung, besonders "belastete" Kammern einer anderen Option zu unterziehen als weniger "belasteten" Kammern wird aufgrund der fehlerhaften Datenlage ein immenser Rucksack aufgesetzt.
Neben der Aussage: "Sicher ist nur, dass die Asse nicht sicher ist!"
kann jetzt auch die Aussage gestellt werden: "Wir wissen, dass wir niX wissen!"
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In der Nacht zum Freitag, 24. Juli, ist das niedersächsische Atomkraftwerk Emsland (Betreiber RWE) aufgrund einer Panne vom Stromnetz gegangen, der Reaktor wurde mit Hilfe der Schnellabschaltung heruntergefahren.
Grade diese Schnellabschaltungen beanspruchen die Bauteile eines Atomkraftwerkes aufs Intensivste. Beim Autofahren wird das "vorausschauende" fahren nicht nur wegen der Spritersparniss bevorzugt. Allen ist klar, das Vollbremsungen an jeder roten Ampel, gefolgt vom anfahren mit durchdrehenden Reifen zu immensen Verschließ führt.
Diese Schnellabschaltungen treibt den Alterungsprozess bei Atomkraftwerken immens voran. Und was es heißt, wenn bei einem AKW vor dem Wiederanfahren "alle" Teile überprüft werden - dass hat Krümmel uns deutlich gezeigt. Das Wort "alle" beinhaltet nicht die erwartete Klarheit, dieses Wort hat scheinbar einen weiten Definitionsbereich auf der Betreiberseite.
Wobei im Fall Krümmel der defekte Brennstab ein sehr markantes Beispiel dafür ist. Nach Aussage von Vattenfall ist der Störfall vom 4. Juli mit Schnellabschaltung nicht die Ursache dieses Defektes. Das bedeutet, dass der Defekt entweder schon vor dem Wiederanfahren vorhanden war - was die differenzierte Auslegung des Wortes "alle" unterstreicht - oder Brennelemente gehen im Regelbetrieb kaputt - auch nicht grade erfreulicher.
Am Freitag, den 24.7.09 sind somit gleich zwei Atomkraftwerke ausgefallen. Wie wichtig können Atomkraftwerke für unsere Grundversorgung denn wirklich sein, wenn sei immer wieder schlagartig vom Netz gehen. Diese Eigenschaft der "Unzuverlässigkeit" und "Unplanbarkeit" versucht die Atom-Lobby immer nur den regenerativen Energieformen in die Schuhe zu schieben. Nur wer im Glashaus sitzt... der schmeiße den ersten Stein!?
vom 24.7.09, erweitert am 26.7.09
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat am 14. Juli 2009 zwei weitere Stellen mit radioaktiv belasteter Salzlauge gefunden und bekannt gegeben.
In den tiefsten noch zugänglichen Bereichen des Asseschachtes, unter dem Schacht II selber in 950m und auf der 925-m-Sohle sind zwei neue Zuflussstellen/Teiche gefunden worden. Diese sind, nach Aussage des BfS, mit Cäsium 137 (Cs-137) und Tritium belastet.
Die Zuflussstellen/Teiche sollen ein Volumen von ca. 1.500 Litern haben.
Zur Existenz und dem Zustandekommen vertritt das BfS die Theorie:
Dieses ziegt in der Realität, wie radioaktive Flüssigkeiten durch den Gebirgsdruck von der einen zu einer anderen Stelle "wandern" können. Und zeigt in aller Deutlichkeit, dass Atommüll trocken und gebunden gelagert werden muss, da sonst die Flüssigkeiten erst kontaminiert werden und dann über den Gebirgsdruck/die Konvergenz das Grubengebäude verlassen und in die Biosphäre gelangen können.
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Heute, am 15. Juli 2009, hat das Nds. Umweltministerium (NMU) den Sonderbetriebsplan des Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) zum Verfüllen der Firstspalten von Kammern genehmigt, in denen kein Atommüll gelagert ist. Diese Maßnahme, auch vom Asse II - Koordinationskreis und der Begleitgruppe seit langem gefordert, dient der Stabilisierung der Grube. Damit soll der "Alterungsprozess" verlangsamt werden. Mit der Firstspaltverfüllung kann der "Alterungsprozess" allerdings nicht gestoppt oder umgekehrt werden. Es lässt sich damit nur "Zeit erkaufen", die sinnvoll zu nutzen ist, um den wenigsten unsichere Umgang mit dem Atommüll in der Asse zu finden und umzusetzen.
Die Firstspalte sind nach der Verfüllung der Kammern zwischen den Jahren 1995 und 2004 durch einblasen von Salzgrus offen geblieben, da diese zum einen beim Einblasen nicht erreicht wurden und zum anderen der eingeblasene Salzgrus sich über die Jahre gesetzt hat. Die Firstspalte sind zwischen 20cm und 1,3m breit. Durch die Verfüllung mit einer Art Salzbeton wird dieser Spalt geschlossen und somit können die Druckkräfte aus dem Deck- und Nebengebirge besser von den verfüllten Kammern aufgenommen werden und konzentrieren sich nicht mehr alleine auf den Wänden zwischen den Kammern (Pfeilern) und den Decken zwischen den verschiedenen Ebenen (Schweben).
Pressemitteilung des Nds. Umweltministeriums
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zu unserem Pressegespräch am Do. 9.7. haben wir folgende Zusammenfassung verteilt, die in ergänzter Form (vom 10.7.) wie folgt lautet:
Presseerklärung - mit Erweiterung vom 10.7.
Hierzu hat das BfS Stellung genommen
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Das Bundesamt für Strahlenschutz hat die Leistungsverzeichnisse - also die Anforderungskataloge - für die Studien zu den verschiedenen Schließungskonzepten veröffentlicht.
http://www.bfs.de/de/endlager/asse/Studien/leistungsbeschreibungen_machbarkeit.html
Variante Rückholung:
die dafür notwendige Untersuchung zur Rückholung des Mülls aus den 11 Atommüllkammern auf der 725 & 750-m-Sohle
http://www.bfs.de/de/endlager/asse/Studien/LB_Rueckholung_LAW.pdf
Für die Untersuchung zur Rückholung des Mittelaktiven Mülls aus der Kammer 8a auf der 511-m-Sohle wird auf die im Herbst letzten Jahres erstellte Studie verwiesen
http://www.bfs.de/de/endlager/asse/Studien/MAW_Studie.pdf
Variante Umlagerung:
hierfür sind zwei Studien in Auftrag gegeben worden
Variante Betonverfüllung:
Diese Variante wird im BfS intern erarbeitet - es existiert dafür kein Leistungsverzeichnis.
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Teile der Antragsunterlagen, die das BfS als Betreiber beim Nds. Umweltministerium (NMU) eingereicht hat, sind auf den Internetseiten des BfS zu finden unter:
http://www.bfs.de/de/endlager/asse/sicherheit/unterlagen_strahlenschutzverordnung.html
Diese Dokumente stehen seit dem 2. oder 3. Juli im Internet des BfS, wurden somit unmittelbar nach dem Einreichen des Antrages beim NMU für die Öffentlichkeit freigegeben. Dieses ist eine klare Verbesserung in der Handlungsweise des Bundes, hier in Person des BfS. Während der Einlagerungsphase bestand der Bund, damals in der Person der GSF, noch auf "persönlichen Gesprächen" mit den Bürgern, die um Kopien von Akten gebeten hatten, um deren "Hintergründe" zu erfahren und ggf. diese Akten zu verweigern.
Diese Dokumente, seit Jahrzehnten überfällig, und jetzt erst durch den neuen Betreiber erstellt, enthalten nicht nur erfreuliches.
Besonders sei auf drei Dokumente hinzuweisen:
Die (gesamten) Unterlagen spiegeln auch die drei Handlungsstränge des BfS wieder, zu denen Herrn Dr. M. Hoffmann (BfS) am Di. 7. Juli 2009 im Umweltausschuss des Nds. Landtages berichtete. Dabei kam es zu einem (wahlkampf-motiviertem?) Schlagabtausch zwischen Regierungs- und Oppositionsparteien.
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Karikatur: E. Schröder |
"Endlagerung radioaktiver Abfälle in der Bundesrepublik Deutschland"
Administrativ-politische Entscheidungsprozesse zwischen Wirtschaftlichkeit und Sicherheit, zwischen nationaler und internationaler Lösung
von Detlev Möller
erschienen im Peter Lang Verlag
ISBN 978-3-631-57579-6
56,50 €
Buchrückentext
Mehr als 50 Jahre nach dem Einstieg in die Nutzung der Atomenergie kann die Bundesregierung kein Endlager für radioaktive Abfälle vorweisen. Damit stellt sich die Frage nach den Versäumnissen der Vergangenheit. Für die Jahre 1955 bis 1979 wird untersucht, wie die Endlagerungsfrage von Behörden und Beratern wahrgenommen wurde. Auswahl- und Durchsetzungsprozesse, Maßnahmen und Motive werden beleuchtet. Funktion und Eignung des zwischen 1967 und 1978 genutzten Salzbergwerks Asse II stehen dabei im Mittelpunkt. Trotz zweifelhafter Langzeitsicherheit sollte die Grube als Endlager bis zum Jahr 2000 dienen. Der Atomwirtschaft und den zögernden Energieversorgungsunternehmen konnte signalisiert werden, dass die Endlagerungsfrage dem wirtschaftlichen Durchbruch der Atomenergie nicht im Weg stehen würde.
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Dass die ganzen 126 000 Fässer Atommüll nicht zu Forschungszwecken in die Asse gebracht wurden - wirklich überraschend ist diese Erkenntnis nicht. Wohl aber der Hintergrund des Titels der "Forschung". Nicht um die Bevölkerung zu beruhigen - das Augenmerk lag eher darin, dem Bund statt dem Land die Führung der Einrichtung zu Unterstellen und somit auch auf Bundesmittel in erheblichem Umfang zugreifen zu können.
Wäre nur ein Teil der Kreativität zur Beschaffung von finanziellen und personellen Ressourcen in die Untersuchungen der Eignung der Asse geflossen, möglicherweise hätte uns dieses Debakel erspart bleiben können.
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Kurzmeldung
http://www.stern.de/panorama/:Atomm%FClllager-Asse-Das-Dreckloch/660906.html
gesamter Artikel
http://www.stern.de/panorama/:Atomm%FClllager-Asse-Das-Dreckloch/661848.html
Wie der Stern in seiner Ausgabe am 16.4.2009 berichten wird, befindet sich auch Giftmüll im Atommülllager Asse II.
Beispielsweise hochgiftige Pflanzenschutzmittel aus Bayern und neben Quecksilber und Blei
auch fast eine halbe Tonne Arsen.
Das zeigt, dass das Flutungskonzept des alten Betreibers noch unhaltbarer ist als bisher angenommen.
In diesem Zusammenhang ist erneut die Forderung nach einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss in die Überlegen mit einzubeziehen. In Aktenbergen nach Informationen über den Giftmüll zu suchen, die erzeugt wurden um den Akteninhalt zu verschleiern alleine hilft hier nicht weiter. Hier ist das Wissen der ehemaligen Führungsriege von Nöten. Zu dem jetzigen Zeitpunkt Aussagen der ehemaligen Verantwortlichen, ggf. unter Eid, zu erhalten würde der Aufklärung nicht hinderlich sein.
Bei der Suche nach einem Lagerplatz für toxische Wertpapiere und der Gründung einer "Bad Bank" hier ein kleiner Ideen-Skizze... |
Aktuell vom BfS freigegebene Unterlagen des alten Betreibers:
"Bestimmung des Inventars an chemischen und chemotoxisen Stoffen in den eingelagerten radioaktiven Abfällen der Schachtanlage Asse"
Abschlussbericht vom März 2004
"Bestimmung des nuklidspezifischen Aktivitätsinventars der Schachtanlag Asse"
Abschlussbericht vom August 2002
auf der Seite des Nds. Umweltministeriums ist der Statusbericht hinterlegt.
Teil 1: http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C49474425_L20.pdf
Die Fortschreibung des Statusberichtes vom September 2008 bis Ende Dezember 2008 durch das Nds. Umweltministerium wurde jetzt veröffentlicht unter:
Teil 2: http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C54713199_L20.pdf
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Hubert Mania, ein Braunschweiger Autor, hat sich mit der Geschichte der Asse befasst und dieses in einem längeren Text zusammengeschrieben. Dabei hat er die politische Darstellung bewusst ausgeblendet und sich darauf konzentriert, die wissenschaftlichen Hintergründe allgemeinverständlich zu vermitteln.
Die weißen Sümpfe von Wittmar
- ein kurze Geschichte des Atommüllendlagers Asse II
von Hubert Mania
Hubert Mania, geb.1954, lebt als Autor und Übersetzer in Braunschweig.
Im März 2008 erschien im Rowohlt-Verlag sein Buch "Gauß - eine Biographie".
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Versatzsteifigkeit
Auf der Seite des Bundes-Umweltministeriums (BMU) bzw. des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) ist das Gutachten hinterlegt, in dem das Bochumer Büro CDM um Dr.-Ing. P. Jordan die Erhöhung der Standsicherheit der Asse beschreibt. Auch ist dort die Stellungnahme der Arbeitsgruppe Optionenvergleich (AGO) bereitgestellt.
Ein sofortiges umsetzen der Maßnahmen, die Dr. Jordan aufgezeigt hat, ist jetzt durchzuführen. Denn durch diese Arbeiten kann das "altern" der Grube weder zurückgedreht noch gestoppt werden. Es lässt sich aber drastisch verlangsamen und somit kann die Gefahr eines unkontrolliert ansteigenden Laugenzuflusses aus dem Nebengebirge (zurzeit konstant 12m³ am Tag) deutlich gesenkt werden. Je früher damit begonnen wird, desto größer die Sicherheit für die Asse und umso genauer kann die Schließung vorbereitet werden. Worauf wird also gewartet?
Auf dieses Gutachten ist Herr Umweltminister Gabriel am 29.10. in einer Pressemitteilung eingegangen.
Rückholung
Im weiteren dieser Pressemitteilung geht Herr Gabriel auf die noch unveröffentlichte Studie zur Rückholung des mittelaktiven Atommülls aus der Asse ein.
Dieser Studie zufolge soll die Rückholung technisch möglich und binnen weniger Jahre umsetzbar sein.
"Eine solche Maßnahme wäre allerdings nur zu rechtfertigen, wenn hierdurch insgesamt ein Sicherheitsgewinn erzielt werden kann und die Stilllegung der Schachtanlage nicht unverhältnismäßig verzögert wird."
Ob die Rückholung ein Sicherheitsgewinn ist hängt davon ab, wie die anderen Möglichkeiten der Schließung den Asse II aussehen. Diese sind noch nicht erarbeitet - bis auf die künstliche Flutung, die von allen beteiligten Seiten abgelehnt wird. Also ist ein Vergleich zurzeit noch gar nicht durchführbar. Im jetzigen Stadium von einem "Gewinn" an Langzeit-Sicherheit zu sprechen ist somit nicht redlich. Worauf fußt diese Aussage? Haben die Energiewerke Nord (Autor der Studie) statt die Rückholung auszuarbeiten auch gleich eine Bewertung gegen noch nicht existente Schließungsoptionen durchgeführt? Oder haben Sie wirklich die Rückholung verglichen mit der Flutung? Für das Flutungskonzept ist noch kein Langzeitsicherheitsnachweis erbracht worden, die Störfallanalyse ist im Entwurfsstadium stecken geblieben. Somit ist selbst dieser Vergleich nicht seriös zu führen.
Die Studie zur Rückholung steht auf den Seiten des BfS.